Ziel des Projektes WAP II ist die Entwicklung und Umsetzung eines arbeitsorientierten Weiterbildungsprogramms für an- und ungelernte Beschäftigte. Aus dieser Zielsetzung ergeben sich zwei Anforderungen an die betriebliche Weiterbildung:
- Ziele und Inhalte der Weiterbildung müssen aus den betrieblichen Arbeitsaufgaben und -prozessen abgeleitet werden und somit Kompetenzen repräsentieren, die zur Bewältigung dieser Aufgaben notwendig sind und
- die Durchführung der Weiterbildung soll in den betrieblichen Arbeitszusammenhängen mit authentischen Aufgabenstellungen erfolgen.
Aus der ersten Anforderung ergibt sich die Notwendigkeit, zunächst die für die betriebliche Weiterbildung ausgewählten Arbeitsbereiche bzw. Handlungsfelder zu analysieren und zu beschreiben. Die Beschreibung der Arbeit bildet dann die Basis für die Entwicklung eines Weiterbildungsprogramms für diese Bereiche. Im Gegensatz zur betrieblichen Erstausbildung liegen für die betriebliche Weiterbildung und somit auch für die im Projekt WAP II relevanten Tätigkeiten keine Berufsbilder, Ausbildungsrahmenpläne oder andere Curricula vor. Vor diesem Hintergrund wurde in dem Projekt WAP II das Instrument der Experten-Workshops eingesetzt.
Für die Experten-Workshops sind zwei Annahmen von entscheidender Bedeutung:
- Die Ergebnisse der Experten-Workshops bilden die aktuelle Arbeit eines Bereiches bzw. Handlungsfeldes (z. B. Anlagenführer) in Form von Arbeitsaufgaben ab, deren Bündelung ein Profil ergibt.
- Experten aus dem Arbeitsbereich sind aufgrund ihrer Qualifikation und Erfahrung die geeigneten Auskunftsgeber, um Arbeitsaufgaben zu identifizieren und Hinweise zu deren Anordnung zu geben, die die Entwicklung vom Anfänger zum Experten des Arbeitsbereiches beschreibt.



