Das WAP-Weiterbildungskonzept wurde über eine Projektlaufzeit von drei Jahren entwickelt und erprobt (Laufzeit 01.05.2004 bis 31.04.2007). Aktuell wird das Weiterbildungskonzept im Projekt WAP II fortgeführt und weiterentwickelt.
In der ersten Projektphase wurde in sechs Unternehmen der Größenordnung von 700 bis 2.000 Mitarbeitern (am Standort) das arbeitsorientierte Weiterbildungskonzept eingesetzt. In den Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie wurden insgesamt zehn betriebliche Weiterbildungsprofile erstellt. Aus und für diese Profile wurden insgesamt ca. 140 ALP entwickelt. Davon wurden in der Projektlaufzeit 72 ALP von 31 Weiterbildungsteilnehmern in den Unternehmen bearbeitet.
Die Ergebnisse der Evaluation des Projektes WAP zeigen, dass das Weiterbildungskonzept und seine bisherige Umsetzung in den beteiligten Unternehmen überwiegend positiv bewertet werden. Es lassen sich folgende Punkte zusammenfassen:
- Besonders positiv hervorgehoben wurden der unmittelbare Praxisbezug der Weiterbildungsmaßnahmen, der Kenntniszuwachs der Weiterbildungsteilnehmer in Bezug auf Arbeitsprozesse, Arbeitszusammenhängen, Qualitätsfragen und Produkte sowie der "Nebeneffekt" einer Stärkung von Motivation und Selbstbewusstsein der Weiterbildungsteilnehmer.
- Verbesserungswürdig erscheint auf Ebene der Organisation der Aspekt der zeitlichen Freiräume. Bislang scheint es noch nicht in ausreichendem Maße gelungen, Zeit für die Weiterbildungsteilnehmer zur arbeitsintegrierten Umsetzung ihrer Weiterbildungsmaßnahmen zur Verfügung zu stellen. Für eine Optimierung diesbezüglich ist die Unterstützung der Vorgesetzten unabdingbar.
- Darüber hinaus wird eine bessere Verzahnung von Weiterbildung und Organisationsentwicklung gefordert: Um die Kompetenzzuwächse der an- und ungelernten Mitarbeiter für die Organisation besser nutzbar machen zu können, müssen ggf. Verantwortungsbereiche angepasst werden (Anpassung von Organisationsstrukturen).
Alle im Projekt erprobten Instrumente stießen in den mitwirkenden Unternehmen auf eine hohe Akzeptanz. Insgesamt konnte eine Kultur des permanenten Lernens im Unternehmen sowie die personale und organisationale Entwicklung gefördert werden. Die Unternehmen wurden befähigt, Lernen im Arbeitsprozess beginnend von der Bedarfsermittlung über die Planung der Weiterbildungsmaßnahmen bis zur Bewertung der Maßnahmen systematisch zu gestalten.



