Weiterbildung ist eine wichtige Determinante für den Erhalt der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft und zugleich ein zentraler Faktor bei der Verteilung von individuellen Chancen auf dem Arbeitsmarkt. In der Wissensgesellschaft wird eine kontinuierliche Kompetenzentwicklung nach dem Prinzip des lebenslangen Lernens betont. Das Augenmerk richtet sich in diesem Zusammenhang auch auf so genannte informelle Lernprozesse, also auf Lernen, das außerhalb von institutionellen Zusammenhängen stattfindet. Einen zentralen Lernort des informellen Lernens stellt der Arbeitsplatz dar. Um die Potenziale des Lernens am Arbeitsplatz, welches oft beiläufig und unsystematisch geschieht, zu nutzen, werden Instrumente zur Planung, Umsetzung und Reflexion benötigt. Das in WAP II eingesetzte Weiterbildungskonzept ermöglicht eine Systematisierung und Förderung des selbstgesteuerten Lernens am Arbeitsplatz abgestimmt auf die spezifischen individuellen und organisatorischen Bedarfe und kann von Unternehmen relativ schnell eigenständig angewendet werden.
Im Fokus des Projektes WAP II stehen die weiterbildungsfernen Zielgruppen der an- und ungelernten Beschäftigten, älteren Erwerbstätigen sowie Beschäftigten mit Migrationshintergrund. Damit steht eine Zielgruppe im Fokus von Weiterbildungsaktivitäten, deren Arbeit durch technische Innovationen, die Erhöhung der Entscheidungsspielräume und der Verantwortung zunehmend anspruchsvoller wird. Diese Zielgruppe ist zugleich auch die Hauptrisikogruppe des Arbeitsmarktes. Die Weiterbildung für diese Zielgruppen bedarf innovativer Lernformen, die die besonderen Lernbedürfnisse berücksichtigt.



